Die Wahl des richtigen Brustimplantats gehört zu den komplexesten Entscheidungen in der ästhetischen Brustchirurgie. Obwohl es heute zahlreiche etablierte Planungsmodelle, Messmethoden und Implantatsysteme gibt, bleibt für viele plastische Chirurgen eine entscheidende Frage offen: Welches Vorgehen ist das richtige und wie entwickelt man daraus einen eigenen, reproduzierbaren Entscheidungsprozess?
Genau dieser Fragestellung widmet sich der Breast Next Kurs. Statt ein weiteres starres Konzept zu vermitteln, verfolgt der Kurs einen deutlich praxisnäheren Ansatz. Die Teilnehmer lernen die wichtigsten internationalen Systeme zur Implantatauswahl kennen, vergleichen deren Vor und Nachteile und entwickeln daraus ihren eigenen Algorithmus für den klinischen Alltag. Das Ziel ist nicht, einem einzelnen Konzept zu folgen, sondern zu verstehen, warum unterschiedliche Experten unterschiedliche Entscheidungen treffen und wie sich daraus ein individuelles Vorgehen ableiten lässt.
Denn genau hier liegt häufig die größte Herausforderung. Es existieren zahlreiche Empfehlungen zur Vermessung der Brust, zur präoperativen Anzeichnung und zur Auswahl von Implantatform, Projektion oder Volumen. Wer sich intensiv mit der Literatur beschäftigt, merkt schnell, dass viele Systeme sinnvoll sind, sich jedoch teilweise unterscheiden oder sogar widersprechen. Ohne eine klare Struktur entsteht leicht Unsicherheit. Welche Messungen sind wirklich entscheidend? Welche Parameter beeinflussen die Implantatwahl tatsächlich? Und welche Methoden lassen sich sinnvoll miteinander kombinieren?
Breast Next schafft hier Orientierung. Die Teilnehmer erhalten einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die relevante Literatur und die wichtigsten Konzepte der modernen Brustchirurgie. Anstatt sich selbst durch zahlreiche Studien und Lehrbücher arbeiten zu müssen, werden die Inhalte didaktisch aufbereitet, kritisch eingeordnet und direkt in den klinischen Alltag übertragen. So entsteht nicht nur theoretisches Wissen, sondern ein Verständnis dafür, wie evidenzbasierte Entscheidungen in der Praxis getroffen werden.
Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Umsetzung. Deshalb setzt der Kurs konsequent auf interaktives Lernen. Anhand zahlreicher Fallbeispiele, Bildanalysen und praktischer Übungen entwickeln die Teilnehmer Schritt für Schritt Sicherheit bei der Implantatauswahl. Wissen wird nicht einfach konsumiert, sondern unmittelbar angewendet. Genau dieser Transfer sorgt dafür, dass die Inhalte langfristig verinnerlicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der präoperativen Beratung. Denn die beste Implantatauswahl beginnt lange vor der Operation. Patientinnen möchten verstehen, welches Ergebnis realistisch erreichbar ist und welches Implantat zu ihren anatomischen Voraussetzungen passt. Moderne 3D Simulationen können dabei eine wertvolle Unterstützung sein, sind jedoch längst nicht die einzige Möglichkeit. Der Kurs zeigt praxisnah, wie sich auch mit Vorher Nachher Bildern, strukturierten Zeichnungen und einer systematischen Analyse eine fundierte Beratung durchführen lässt. Gleichzeitig lernen die Teilnehmer, unrealistische Erwartungen frühzeitig zu erkennen und Patientinnen nachvollziehbar zu erklären, warum bestimmte Wünsche medizinisch oder anatomisch nicht sinnvoll umsetzbar sind.
Besonders wertvoll ist dabei, dass der Kurs nicht von einer ideal ausgestatteten Praxis ausgeht. Nicht jeder plastische Chirurg verfügt über eine kostenintensive 3D Simulation oder modernste Planungssysteme. Deshalb werden unterschiedliche Praxisrealitäten berücksichtigt und verschiedene Wege aufgezeigt, wie sich auch ohne High End Technik eine präzise Implantatplanung durchführen lässt. Jeder Teilnehmer entwickelt am Ende einen Workflow, der zu seiner eigenen Praxis, seiner technischen Ausstattung und seinem chirurgischen Stil passt.
Der fachliche Austausch spielt dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit erfahrenen plastischen Chirurgen werden unterschiedliche Strategien diskutiert, reale Fälle analysiert und individuelle Herangehensweisen hinterfragt. Dieser Dialog auf Augenhöhe ermöglicht es, das eigene Vorgehen kritisch weiterzuentwickeln und neue Impulse für die tägliche Arbeit mitzunehmen.
Am Ende des Kurses nehmen die Teilnehmer weit mehr mit als eine Sammlung einzelner Techniken. Sie verfügen über einen klar strukturierten Entscheidungsalgorithmus, kennen die wichtigsten wissenschaftlichen Grundlagen und können Implantatentscheidungen nachvollziehbar, reproduzierbar und evidenzbasiert treffen. Genau diese Sicherheit macht den Unterschied zwischen dem bloßen Anwenden einzelner Methoden und einer wirklich modernen Brustchirurgie.
Breast Next startet am 19. September
Wer seine Implantatplanung systematisieren, wissenschaftlich fundieren und einen eigenen, reproduzierbaren Entscheidungsprozess entwickeln möchte, findet im Breast Next Kurs der PAAU Academy die passende Fortbildung. In Kooperation mit der DGPRÄC vermittelt der Kurs aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, intensive Praxisübungen und den kollegialen Austausch mit erfahrenen plastischen Chirurgen auf höchstem Niveau.
Weitere Informationen und Anmeldung:
https://paauacademy.de/products/breast-next



